Kennst du das? Das Wetter ist wechselhaft, wie die Meinungen mancher Politiker. Abwechselnd Sonne, Wolken und umgekehrt und immer so weiter. Jedes mal die Brille gegen die Sonnenbrille tauschen ist lästig und man will auch nicht immer alles mitschleppen. Dafür gibt es eine Lösung. Fandest du die sich auf Knopfdruck verdunkelnden Scheiben von KITT bei Knight Rider auch immer so super? Sowas gibt es auch als Brille. Selbsttönende oder auch fototrope Brillen erleichtern einem bei wechselhaftem Wetter das Leben. Doch wie genau funktioniert so eine selbstönende Brille eigentlich? In das Glas der Brillengläser wird ein Silberhalogenid, wie Chlorid oder Bromid, eingebracht, welches mit den UV Strahlen der Sonne reagiert und so nach und nach das Brillenglas abdunkelt. Heute, wo überwiegend nur noch Kunststoffgläser verwendet werden funktioniert es ein wenig anders. Die mineralische Verbindung funktioniert nicht kontrolliert in Kunststoffgläsern und so verwendet man inzwischen, und jetzt Obacht, Indolino-Spironaphthoxazine eine organische Verbindung. Die Funktionsweise ist aber ähnlich der des Silberhalogenid. Ungefähr so, als ob man seinen Sonnenschirm bei zu viel Sonne aufspannt. Die Temperatur spielt übrigens bei dem Vorgang der Verdunkelung auch eine Rolle. Bei höheren Temperaturen wie im Sommer verlangsamt sich der Prozess und es dauert ein wenig länger bis das Glas vollständig dunkel ist. Am Nordpol unter dem Ozonloch dürfte der Effekt auf Grund der starken UV-Strahlung und der großen Kälte wohl am besten funktionieren. Aber bitte nicht ausprobieren.